Die Lebens­er­war­tung der Men­schen hat sich in den letz­ten 100 Jah­ren im inter­na­tio­na­len Durch­schnitt um ca. 30 Jah­re verlängert. 

Gera­de in den ent­wi­ckel­ten und wohl­ha­ben­den Län­dern leben die Men­schen immer län­ger. Maß­geb­lich ist das unter vie­len ande­ren Grün­den auf die Fort­schrit­te der Medi­zin, bes­se­re Arbeits- und Lebens­be­din­gun­gen sowie ver­bes­ser­te hygie­ni­sche Bedin­gun­gen zurück­zu­füh­ren. Es ist dem­nach an der Zeit, Sozi­al- und Gesund­heits­sys­te­me zu schaf­fen, die auch die Lebens­qua­li­tät bei einem län­ge­ren Leben opti­mie­ren kön­nen, sodass wir nicht nur exis­tie­ren, son­dern mit Spaß und Gesund­heit alt wer­den kön­nen, wei­ter­hin unse­re Hob­bys betrei­ben kön­nen und uns in jeder Hin­sicht selbst­stän­dig und eigen­stän­dig ver­sor­gen können. 


 

Vor dem Hin­ter­grund des immer grö­ße­ren Anteils an altern­der Bevöl­ke­rung dro­hen zudem gro­ße Her­aus­for­de­run­gen für die Gesund­heits­sys­te­me, da das Risi­ko für ver­schie­de­ne Krank­hei­ten wie Herz­in­farkt, Schlag­an­fall, Alz­hei­mer, Par­kin­son oder ver­schie­de­ne Krebs­er­kran­kun­gen mit dem Alter wach­sen. Davor warn­te die WHO bereits vor eini­gen Jah­ren. Ziel ist es also, gesund alt zu wer­den und somit das Risi­ko für Krank­hei­ten zu sen­ken. Idea­ler­wei­se wird dabei das Altern selbst zum Ziel der Bemü­hun­gen, indem wir unser bio­lo­gi­sches Alter kon­se­quent im Blick haben und durch sinn­vol­le Maß­nah­men kon­ti­nu­ier­lich senken.


 

Das bio­lo­gi­sche Alter – Wenn der Kör­per älter ist als du


 

Das Alter in Kalen­der­jah­ren, auch chro­no­lo­gi­sches Alter genannt, ist nicht maß­geb­lich für unse­ren Gesund­heits­zu­stand oder unse­re Leis­tungs­fä­hig­keit. Die­se wer­den über das bio­lo­gi­sche Alter defi­niert. Um zu ermit­teln, wie es um unse­ren kör­per­li­chen und geis­ti­gen Gesund­heits­zu­stand steht, ist es hilf­reich und sinn­voll, unser bio­lo­gi­sches Alter zu kennen.


 

War­um sind man­che Men­schen gesün­der und leis­tungs­fä­hi­ger als andere?


 

Der Wis­sen­schaft­ler Dan Belsky (https://www.belskylab.com/about) von der Duke Uni­ver­si­ty fand her­aus, dass die Kör­per man­cher Men­schen glei­chen Alters älter sind als ande­re, was haupt­säch­lich auf Umwelt­ein­flüs­se zurück zu füh­ren ist. So fällt es manch­mal auf, dass Per­so­nen glei­chen Alters unter­schied­lich fit sind: Wäh­rend die einen trotz hohem Alter noch pro­blem­los Sport betrei­ben kön­nen und ohne gro­ße Anstren­gung stän­dig in Bewe­gung sind, bekom­men ande­re – oft auch jün­ge­re Per­so­nen — schon Erschöp­fungs­sym­pto­me, wenn sie allein an einen kur­zen Spa­zier­gang oder das Über­win­den eines Stock­werks über Trep­pen­stei­gen den­ken. Der gene­ti­sche Ein­fluss bei einem schnel­le­ren Altern des Kör­pers lag den Stu­di­en gemäß bei ledig­lich 20%. Nega­ti­ve Umwelt­ein­flüs­se, die den Alte­rungs­pro­zess beschleu­ni­gen, sind dabei Über­ge­wicht, wenig Schlaf, Blut­hoch­druck, Alko­hol­kon­sum und Rau­chen. Posi­tiv wir­ken sich auf den Alte­rungs­pro­zess des Orga­nis­mus aus­rei­chend Bewe­gung, gesun­der Schlaf, posi­ti­ve Lebens­ein­stel­lung, Atem­trai­ning und gesun­de Ernäh­rung aus. 


 

Wie kann ich mein Bioage beeinflussen?


 

Das Bioage zeigt, wie alt dein Kör­per im Ver­hält­nis zu dei­nem kalen­da­ri­schen Alter ist. Durch Umstel­lun­gen in dei­nem Lebens­stil und ins­be­son­de­re durch Bewe­gung kannst du die Leis­tungs­fä­hig­keit einer jün­ge­ren Per­son zurück­ge­win­nen, gesund altern und die Lebens­er­war­tung stei­gern. Dan Belsky konn­te das in sei­nen wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en nachweisen.


 

 

EGYM Fitness Hub zur Bestimmung des BioAge

BioAge von Egym



Die Fir­ma Egym bie­tet mit deren BioAge ein sehr hilf­rei­ches Test­tool an. Durch die Kom­bi­na­ti­on von diver­sen Gesund­heits­pa­ra­me­tern und Test­ergeb­nis­sen aus den Berei­chen Kraft, Beweg­lich­keit, Stoff­wech­sel und Car­dio, die mit typi­schen Wer­ten für das tat­säch­li­che Alter ins Ver­hält­nis gesetzt wer­den, wird ermit­telt, wie die getes­te­ten Per­so­nen daste­hen. Wenn das BioAge also ein Alter ermit­telt, das unter dem kalen­da­ri­schen Alter liegt, ist anzu­neh­men, dass die Per­son ein gesun­des und „beweg­tes“ Leben führt. Wenn es aller­dings einen Wert anzeigt, das höher ist als das tat­säch­li­ches Alter, ist es an der Zeit, eini­ges umzu­stel­len. Das BioAge hilft den Trai­nie­ren­den, am Ball zu blei­ben und Fort­schrit­te im Trai­ning zu sehen.



Ermitt­lung des BioAge



Fle­xi­bi­li­täts Wert



Die Fle­xi­bi­li­tät nimmt mit dem Alter ab – insb. zwi­schen dem 30. und 70. Lebens­jahr ver­rin­gert sich erwie­se­ner­ma­ßen die gesam­te Fle­xi­bi­li­tät um 20–30%. Der Grund dafür ist die Abnah­me der Anzahl der Sar­ko­me­re in Serie. Dabei ist vor allem die Ein­schrän­kung bei der spe­zi­fi­schen Gelenk­be­weg­lich­keit gemeint bzw. beim Bewe­gungs­um­fang bei All­tags­be­we­gun­gen wie z.B. bei der Rumpf­sei­ten­beu­gung oder auch Schul­ter­blick beim Auto­fah­ren, der irgend­wann zum schwie­ri­gen Unter­fan­gen wird. Durch Mus­kel­trai­ning wird der Auf­bau der Sar­ko­me­re in Serie aus­ge­löst und somit die Fle­xi­bi­li­tät (wie­der) ver­bes­sert. Am Fit­ness Hub, der eben­falls im Egym Sys­tem ein­ge­bun­den ist und deren Mes­sun­gen für die Ermitt­lung des BioAge her­ge­nom­men wer­den, kann die Fle­xi­bi­li­tät gemes­sen wer­den. Man spricht dabei von der Mobi­li­tät und der Fle­xi­bi­li­tät bestimm­ter Mus­kel­grup­pen sowie von den Dys­ba­lan­cen zwi­schen Ago­nis­ten und Ant­ago­nis­ten bzw. sich gegen­über­lie­gen­den Mus­kel­ket­ten oder Extremitäten.



Car­dio Wert



Der Car­dio Wert (car­dio­vasku­lä­rer Wert) beim BioAge von Egym setzt sich zusam­men aus Ruhe­puls, Blut­druck und VO2max (maxi­ma­le Sauer­stoff­auf­nah­me bzw. Ver­sor­gung der Zel­len mit Sauer­stoff) und kann auch als Herz­ge­sund­heit bezeich­net wer­den.  Die genann­ten Para­me­ter wer­den auch in der Medi­zin zur Bestim­mung des Gesund­heits­zu­stands ver­wen­det. Denn ein star­kes Herz-Kreis­lauf-Sys­tem ist auch ein Zei­chen eines star­ken Immunsystems.



Kraft Wert



Beim Kraft Wert zur Ermitt­lung des BioAge von dem Egym Sys­tem wird das Kör­per­ge­wicht im Ver­hält­nis zur Kraft der getes­te­ten Per­so­nen ermit­telt. Die Kraft wird dabei über Kraft­tests an den Smart Strenght Machi­nes gemes­sen. Der Mensch braucht Kraft, um sich zu bewe­gen, um zu ste­hen und sein Gleich­ge­wicht zu hal­ten oder um sich in allen mög­li­chen Lagen und Posi­tio­nen fort­zu­be­we­gen (gehend, schwim­mend, klet­ternd, krie­chend). Er braucht Kraft, um etwas zu tra­gen, zu bewe­gen oder zu heben. Ab dem 25. Lebens­jahr baut sich die Mus­ku­la­tur im mensch­li­chen Kör­per ab, wenn dem nicht durch Trai­ning ent­ge­gen­ge­wirkt wird. Der Ver­lust an Mus­kel­mas­se mit fort­schrei­ten­dem Alter, auch Sar­ko­pe­nie (Mus­kel­schwund) genannt, kann zu einer The­ra­pie­be­dürf­tig­keit (Rücken- und Gelenk­schmer­zen) oder spä­ter zur Hil­fe­be­dürf­tig­keit füh­ren. Dies führt zwangs­läu­fig im Lau­fe der Zeit zu einem Ver­lust von Bewegung‑, Schmerz- oder sogar Entscheidungsfreiheit.



Eini­ge Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen und Herz­kreis­lauf­pro­ble­me sind eben­falls ein­deu­tig auf Sar­ko­pe­nie zurück­zu­füh­ren. Wei­ter ste­hen der Rück­gang der Kno­chen­dich­te, die Zunah­me von Kör­per­fett und die Volks­krank­heit Dia­be­tes in vie­len Fäl­len in direk­tem Zusam­men­hang mit dem akti­ven Organ „Mus­ku­la­tur“, das die Immun­ant­wort des Kör­pers mitsteuert. 



Stoff­wech­sel Wert



Beim Stoff­wech­sel Wert, der eben­falls bei der Berech­nung des BioAge von Egym ein­ge­bun­den wird, sind Mess­wer­te aus BMI (Body-Mass-Index) Köper­fett­an­teil und Tail­le-Hüft-Ver­hält­nis essen­ti­ell, um reprä­sen­ta­ti­ve Ergeb­nis­se zu ermit­teln. Gute Stoff­wech­sel Wer­te las­sen direk­te Rück­schlüs­se auf ein star­kes Immun­sys­tem schlie­ßen: Sie ver­rin­gern maß­geb­lich das Krebs­ri­si­ko und die Gefahr auf Bluthochdruck.



Frau trainiert am Latzug, Kraftwerte werden ermittelt

Fit und gesund alt werden



Man kann also sagen, dass durch den BioAge von Egym das wah­re Alter ent­deckt wer­den kann. Man könn­te es auch als Immun­si­gna­tur des Indi­vi­du­ums bezeichnen. 



Durch das auf Basis der Tests ent­wi­ckel­te Trai­nings­pro­gramm an den Gerä­ten und den regel­mä­ßi­gen Retests kann dann bei regel­mä­ßi­gen Trai­ning min­des­tens zwei­mal pro Woche ver­folgt wer­den, wie man durch Trai­ning jün­ger wird. Wir kön­nen also beein­flus­sen, wie fit wir alt wer­den. Idea­ler­wei­se errei­chen wir, dass unser bio­lo­gi­sches Alter unter dem chro­no­lo­gi­schen Alter liegt – auch wenn wir den Alte­rungs­pro­zess an sich nicht ganz brem­sen können.



Dabei ist die Bewe­gung im heu­ti­gen All­tag der meis­ten Per­so­nen nicht mehr aus­rei­chend, um gesund zu blei­ben und das bio­lo­gi­sche Alter min­des­tens auf dem glei­chen Niveau wie das kalen­da­ri­sche Alter zu hal­ten. Regel­mä­ßi­ges kör­per­li­ches Trai­ning wird immer mehr zur Not­wen­dig­keit zur Kom­pen­sa­ti­on des heu­ti­gen Bewe­gungs­man­gels. Man kann sagen, dass Fit­ness­trai­ning zur Kör­per­pfle­ge nicht mehr weg­zu­den­ken ist. So wie wir schon lan­ge erkannt haben, dass Zahn­pfle­ge zur Gesund­erhal­tung unse­rer Zäh­ne unab­ding­bar ist, muss auch die Not­wen­dig­keit der Mus­kel­pfle­ge zur Gesund­erhal­tung unse­res gesam­ten Organ­sys­tems von jedem von uns ver­in­ner­licht werden.



Wie sen­ken wir das bio­lo­gi­sche Alter? Wich­ti­ge Tipps



Um den Alte­rungs­pro­zess unse­res Kör­pers zu ver­lang­sa­men, kön­nen eini­ge effek­ti­ve Maß­nah­men getrof­fen werden



  • Regel­mä­ßi­ge Bewe­gung in allen All­tags­si­tua­tio­nen: Trep­pen bevor­zu­gen gegen­über Auf­zü­gen, Fahr­rad anstatt Auto nut­zen, Abendspaziergang.
  • Gesun­de und aus­ge­wo­ge­ne Ernährung
  • Geziel­tes Trai­ning zur Kräf­ti­gung der Muskulatur
  • Aus­rei­chen­der gesun­der Schlaf
  • Sozia­les Netz pfle­gen: Fami­lie, Part­ner, Freunde
  • Gesun­de Stress­be­wäl­ti­gung: Yoga, Medi­ta­ti­on, Atemtraining
  • Posi­ti­ve Lebenseinstellung
  • Per­sön­li­che Hob­bys pfle­gen als Aus­gleich zum Berufsleben
  • Fak­to­ren mei­den, die das bio­lo­gi­sche Alter nega­tiv beein­flus­sen: Rau­chen, Alko­hol­kon­sum, Über­ge­wicht, see­li­scher Stress, über­mä­ßi­ge UV Strahlung