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Bould­ern ist bru­tal ehr­lich. Du kannst noch so moti­viert sein: Wenn die Fin­ger nicht hal­ten, die Hüf­te nicht auf­geht oder dein Kör­per im Über­hang zusam­men­klappt wie ein schlecht auf­ge­bau­tes Cam­ping­zelt, sagt dir die Wand ziem­lich direkt, wo dein Limit liegt. 

Wenn du beim Bould­ern bes­ser wer­den willst, reicht es des­halb nicht, ein­fach nur häu­fi­ger in die Hal­le zu gehen. Mehr Bould­ern bringt dich am Anfang fast immer wei­ter, aber irgend­wann brauchst du Struk­tur. Du musst wis­sen, wann du Tech­nik trai­nierst, wann Kraft sinn­voll ist, wann Fin­ger­trai­ning ange­bracht ist und wann dein Kör­per schlicht Pau­se braucht.

Genau hier liegt der gro­ße Vor­teil einer Mul­ti­an­la­ge wie die der Sport Sheds. Du hast nicht nur eine Bould­er­hal­le, son­dern ein kom­plet­tes Trai­nings­um­feld: Bould­er­hal­le, Cam­pus­board, Spray­wall, Moon­board, Kil­ter­board, Func­tion­al Trai­ning und Body­weight Bereich, Fit­ness-Bereich und Kur­se aller Art, inkl. Yoga­kur­se. Damit kannst du nicht nur stär­ker wer­den, son­dern auch belast­ba­rer, beweg­li­cher und verletzungsresistenter.

Denn gutes Trai­ning – übri­gens nicht nur für Boulde­rer –  bedeu­tet weder immer här­ter, noch immer öfter. Es bedeu­tet: gezielter.

Was du als Boulde­rer wirk­lich trai­nie­ren solltest

Bould­ern ist kein rei­nes Kraft­pro­blem. Natür­lich brauchst du Kraft. Aber rohe Kraft ohne Tech­nik ist oft nur ein sehr enga­gier­ter Weg, sich den Ell­bo­gen oder die Schul­ter zu ruinieren.

Ent­schei­dend sind meh­re­re Fähig­kei­ten, die zusam­men­ar­bei­ten müssen:

Fin­ger­kraft: Klei­ne Leis­ten, Sloper, Zan­gen und Löcher ver­lan­gen viel von Fin­gern, Seh­nen und Unter­ar­men. Je höher dein Level, des­to wich­ti­ger wird geziel­tes Griffkrafttraining.

Kör­per­span­nung: Im Über­hang, bei Hooks oder dyna­mi­schen Zügen muss dein Kör­per Kraft über­tra­gen kön­nen. Sonst ver­pufft alles irgend­wo zwi­schen Schul­ter und Fußspitze.

Schul­ter- und Rumpf­sta­bi­li­tät: Bould­ern ist stark zug­las­tig. Wenn Schul­ter­blatt­kon­trol­le, Rota­to­ren­man­schet­te und Gegen­spie­ler schwach sind, steigt das Risi­ko für Überlastungen.

Beweg­lich­keit: Hohe Trit­te, Drop-Kne­es, wei­te Hüft­öff­nun­gen und prä­zi­se Fuß­ar­beit brau­chen Beweg­lich­keit. Noch wich­ti­ger ist, dass du die­se Beweg­lich­keit aktiv kon­trol­lie­ren kannst.

Rege­ne­ra­ti­on: Mus­keln pas­sen sich rela­tiv schnell an. Seh­nen, Bän­der und Gelen­ke brau­chen län­ger. Vie­le Ver­let­zun­gen ent­ste­hen nicht durch einen ein­zi­gen har­ten Zug, son­dern durch zu hohe und zu häu­fi­ge Belas­tung ohne aus­rei­chen­de Anpassung.

Bould­er­hal­le, Spray­wall, Kil­ter­board und Moon­board: Bes­ser wer­den an der Wand

Die wich­tigs­te Trai­nings­flä­che bleibt die Wand. Dort lernst du Bewe­gun­gen, Timing, Kör­per­span­nung, Fuß­ar­beit und men­ta­le Kon­trol­le. Aber auch beim Bould­ern selbst soll­test du unter­schei­den, was du gera­de trainierst.

Eine Tech­nik-Ses­si­on ist etwas ande­res als eine Pro­jekt-Ses­si­on. Und Kil­ter­board, Moon­board oder Spray­wall sind wie­der etwas ande­res als locke­res Volumenbouldern.

Tech­nik­bould­ern

Beim Tech­nik­bould­ern geht es nicht dar­um, dich maxi­mal zu zer­stö­ren. Du klet­terst bewusst: lei­se Füße, sau­be­re Trit­te, kon­trol­lier­te Hüf­te, gute Kör­per­po­si­ti­on. Du wie­der­holst Bewe­gun­gen, bis sie leich­ter wer­den. Nicht, weil du plötz­lich stär­ker bist, son­dern weil du bes­ser kletterst.

Pro­jek­tie­ren

Beim Pro­jek­tie­ren arbei­test du an weni­gen schwe­ren Bould­ern. Du machst weni­ger Ver­su­che, pau­sierst län­ger und ana­ly­sierst mehr. Genau hier ent­wi­ckeln sich Maxi­mal­kraft, Pro­blem­lö­sung und men­ta­le Stärke.

Trai­ning an der Spraywall

Die Spray­wall ist ide­al, um gezielt an Schwä­chen zu arbei­ten. Du kannst Bewe­gun­gen bau­en, die dir schwer­fal­len: wei­te Züge, klei­ne Trit­te, schlech­te Grif­fe, Hooks oder Körperspannungsprobleme.

Trai­ning am Kilterboard

Das Kil­ter­board ist ein ech­ter Vor­teil, wenn du struk­tu­riert trai­nie­ren willst, ohne jedes Mal auf neue geschraub­te Bould­er ange­wie­sen zu sein. Über die App wählst du Bould­er aus, die Grif­fe leuch­ten am Board auf, und du kannst je nach Level, Ziel und Tages­form pas­sen­de Pro­ble­me klet­tern. Beson­ders stark ist dabei die Win­kel­ver­stel­lung: Du kannst den­sel­ben Bould­er in unter­schied­li­chen Nei­gun­gen klet­tern und so sehr fein steu­ern, wie inten­siv die Ein­heit wird.

Für dein Trai­ning ist das Gold wert. Du kannst gezielt an bestimm­ten Griff­ar­ten, Bewe­gungs­mus­tern und Schwie­rig­keits­gra­den arbei­ten, Fort­schrit­te doku­men­tie­ren und Bould­er wie­der­ho­len, statt jedes Mal bei null anzu­fan­gen. Genau die­se Wie­der­hol­bar­keit macht das Kil­ter­board so wert­voll: Du merkst nicht nur, ob du einen Bould­er irgend­wann schaffst, son­dern auch, ob du ihn sau­be­rer, kon­trol­lier­ter und mit weni­ger Kraft­ver­schwen­dung kletterst.

Im Ver­gleich zum Moon­board ist das Kil­ter­board für vie­le Boulde­rer etwas viel­sei­ti­ger dosier­bar. Du kannst hart trai­nie­ren, musst aber nicht sofort in den kom­plet­ten Abriss­mo­dus wech­seln. Gera­de wenn du an Tech­nik, Kör­per­span­nung, Griff­ge­fühl und kon­trol­lier­ter Stei­ge­rung arbei­ten willst, ist es eines der bes­ten Tools im Trai­nings­be­reich. Und ja: In Augs­burg ist das defi­ni­tiv ein star­kes Argu­ment für die Sport Sheds.

Trai­ning am Moonboard

Das Moon­board ist noch kom­pro­miss­lo­ser. Es ist hart, stan­dar­di­siert und manch­mal päd­ago­gisch frag­wür­dig. Es trai­niert vor allem Fin­ger­kraft, Zug­kraft, Kör­per­span­nung und Prä­zi­si­on unter hoher Inten­si­tät. Genau des­halb soll­test du es dosie­ren. Wenn du jede Ses­si­on Moon­board bal­lerst, wirst du nicht auto­ma­tisch bes­ser. Du erhöhst vor allem die Chan­ce, dass dei­ne Fin­ger irgend­wann eine Beschwer­de-Mail schreiben.

Wie oft soll­te ich bould­ern, um bes­ser zu werden?

Für vie­le Boulde­rer sind zwei bis drei Bould­er-Ein­hei­ten pro Woche ide­al. Eine davon kann tech­nisch und mode­rat sein, eine schwer und pro­jekt­ori­en­tiert, eine gemischt oder spielerisch.

Fin­ger­kraft: Cam­pus­board in der Hal­le, Hang­board zu Hause

Fin­ger­kraft ist beim Bould­ern ein gro­ßer Leis­tungs­fak­tor. Aber sie ist auch der Bereich, in dem Ego und Seh­nen beson­ders häu­fig Streit bekom­men. Und die Seh­nen gewin­nen sel­ten kurzfristig.

In den Sport Sheds hast du mit Cam­pus­board, Spray­wall, Kil­ter­board und Moon­board star­ke Mög­lich­kei­ten, dei­ne Fin­ger spe­zi­fisch zu belas­ten. Das Cam­pus­board ist dabei das inten­sivs­te Werk­zeug. Es trai­niert Kon­takt­kraft, Explo­si­vi­tät und Zug­kraft, gehört aber klar in erfah­re­ne Hän­de. Wenn du noch kei­ne sta­bi­le Bould­er­ba­sis hast oder regel­mä­ßig Fin­ger­be­schwer­den spürst, ist Cam­pus­board-Trai­ning kei­ne gute Idee.

Für fort­ge­schrit­te­ne Boulde­rer kann zusätz­li­ches Hang­board-Trai­ning sehr sinn­voll sein. Der gro­ße Vor­teil: Du kannst die Belas­tung genau steu­ern. Griff­grö­ße, Hän­ge­zeit, Pau­sen, Zusatz­ge­wicht oder Ent­las­tung las­sen sich sau­ber dosieren.

Wenn du auch zu Hau­se trai­nie­ren möch­test, sind die Hang­boards von CLE­VO* eine pas­sen­de Ergän­zung. Damit kannst du Fin­ger­kraft kon­trol­liert auf­bau­en, ohne jedes Mal in die Hal­le zu müs­sen. Beson­ders sinn­voll ist das für kur­ze, geplan­te Ein­hei­ten an Tagen, an denen du nicht bei uns am Cam­pus­board trainierst.

Wich­tig: Das Hang­board ist kein Ersatz für’s Bould­ern. Es ist ein Werk­zeug. Anfän­ger pro­fi­tie­ren fast immer mehr von Tech­nik, Fuß­ar­beit und sau­be­rem Bewe­gungs­ler­nen. Für Fort­ge­schrit­te­ne rei­chen meist ein bis zwei kur­ze Hang­board-Ein­hei­ten pro Woche. Trai­nie­re frisch, mit gutem Warm-up, ohne Schmer­zen und nie direkt nach einer har­ten Moon­board- oder Campusboard-Session.

Gutes Fin­ger­trai­ning fühlt sich kon­trol­liert an und weni­ger moti­viert. An Beses­sen­heit gren­zen­de Moti­va­ti­on lässt dich Warn­si­gna­le des Kör­pers schnell igno­rie­ren. Hier also Vorsicht!

Func­tion­al Trai­ning: Damit dein Kör­per die Kraft auch nut­zen kann

Vie­le Boulde­rer kön­nen stark zie­hen, ver­lie­ren aber Kraft, sobald der Kör­per nicht sta­bil bleibt. Dann hängt man am Griff, aber Hüf­te, Rumpf und Bei­ne machen ihr eige­nes klei­nes Improvisationstheater.

In den Func­tion­al Sheds trai­nierst du genau das, was an der Wand oft den Unter­schied macht: Kraft­über­tra­gung, Kör­per­span­nung, Schul­ter­kon­trol­le, Lan­de­sta­bi­li­tät und sau­be­re Bewegungsmuster.

Beson­ders wich­tig sind:

Core-Trai­ning
Hol­low Body Holds, Dead Bugs, Planks, Han­ging Knee Rai­ses oder Pall­of Press hel­fen dir, Span­nung zwi­schen Hän­den, Rumpf und Füßen zu halten.

Schul­ter­sta­bi­li­tät
Außen­ro­ta­tio­nen, Y‑T-W-Übun­gen, Sca­pu­la Push-ups und kon­trol­lier­te Rows ver­bes­sern die Füh­rung des Schul­ter­blatts. Das ist Gold wert, wenn du viel ziehst.

Gegen­spie­ler­trai­ning
Lie­ge­stüt­ze, leich­te Druck­übun­gen, Dips-Vari­an­ten oder Brust­pres­se glei­chen die domi­nan­te Zug­be­las­tung aus.

Bein- und Lan­de­trai­ning
Split Squats, Step-downs, Knie­beu­gen­va­ri­an­ten und sau­be­re Lan­dun­gen hel­fen dir bei Absprün­gen, Hooks, Sturz­be­las­tung und Körperspannung.

Für zu Hau­se kannst du die­ses Trai­ning sehr gut mit Equip­ment von Per­form Bet­ter* ergän­zen. Mini­bands, Super­bands, Sling­trai­ner oder Mobi­li­ty-Tools brau­chen wenig Platz und eig­nen sich her­vor­ra­gend für Warm-up, Schul­ter­ak­ti­vie­rung, Hüft­kon­trol­le, Core-Trai­ning und Prävention.

Das Ziel ist nicht, mög­lichst exo­ti­sche Übun­gen zu sam­meln. Das Ziel ist, dass dein Kör­per an der Wand sta­bil bleibt, wenn es schwer wird.

Kraft­trai­ning in den Fit­ness Sheds: Stark wer­den, ohne unnö­tig Mas­se aufzubauen

Vie­le Boulde­rer haben Sor­ge, durch Kraft­trai­ning zu schwer zu wer­den. Ver­ständ­lich, aber meis­tens unnö­tig. Sinn­vol­les Kraft­trai­ning für Boulde­rer ist kein Body­buil­ding. Es geht nicht dar­um, dich so extrem auf­zu­pum­pen, dass Freun­de, die dich lan­ge Zeit nicht gese­hen haben, sich die Fra­ge stel­len, ob du dem Miche­lin-Männ­chen Kon­kur­renz machen willst. Es geht um kon­trol­lier­te Kraft, sta­bi­le Gelen­ke und bes­se­re Belastbarkeit.

In den Fit­ness Sheds kannst du an eGym-Kraft­ge­rä­ten und funk­tio­nel­len Kraft­ge­rä­ten sehr struk­tu­riert trai­nie­ren. Das ist beson­ders hilf­reich, weil du Belas­tung und Fort­schritt sau­ber steu­ern kannst.

Sinn­vol­le Übun­gen sind zum Beispiel:

  • Rudern oder Lat­zie­hen für kon­trol­lier­te Zugkraft
  • Brust­pres­se oder Schul­ter­pres­se als Aus­gleich zur Zugdominanz
  • Bein­trai­ning für Absprung, Lan­dung und Spannung
  • Rumpf­übun­gen für sta­bi­le Kraftübertragung
  • Rota­to­ren­trai­ning für gesun­de Schultern

Zusätz­lich lohnt sich für Boulde­rer das Mus­kel­län­gen­trai­ning an den e‑Flexx-Gerä­ten. Denn beim Bould­ern brauchst du nicht nur Kraft, son­dern auch Bewe­gungs­frei­heit in den rich­ti­gen Gelen­ken. Wenn Hüf­te, Brust­wir­bel­säu­le oder Schul­ter­gür­tel blo­ckie­ren, kom­pen­sierst du an der Wand oft mit mehr Zug­kraft. Das funk­tio­niert manch­mal. Ele­gant ist es sel­ten. Gesund auf Dau­er auch nicht unbedingt.

Beson­ders wert­voll sind für Boulde­rer drei Bereiche:

Hüft­beu­ger und vor­de­re Hüf­te
Mehr Län­ge in der Hüf­te hilft dir bei hohen Trit­ten, Drop-Kne­es und wei­ter geöff­ne­ten Posi­tio­nen. Wenn der Hüft­beu­ger zu fest ist, kommst du schlech­ter nah an die Wand und musst Bewe­gun­gen häu­fi­ger über Arme und Rücken erzwingen.

Brust, Schul­ter­vor­der­sei­te und Bauch­li­nie
Boulde­rer hän­gen viel in Zug­be­we­gun­gen. Das kann Brust, Schul­ter­vor­der­sei­te und vor­de­re Ket­te fest machen. Das e‑Flexx-Trai­ning in die­sem Bereich unter­stützt eine auf­rech­te­re Hal­tung, bes­se­re Schul­ter­po­si­tio­nen und freie­re Überkopfbewegungen.

Latis­si­mus, Flan­ke und seit­li­che Rumpf­ket­te
Der Lat arbei­tet beim Zie­hen stän­dig mit. Wird er zu domi­nant oder unbe­weg­lich, kann er Schul­ter­be­weg­lich­keit und Reich­wei­te begren­zen. Mehr Län­ge in der seit­li­chen Ket­te hilft dir bei lan­gen Zügen, Rota­tio­nen und Bewe­gun­gen, bei denen du dich weit aus der Kör­per­mit­te stre­cken musst.

Bei­spie­le für dein Kraft­trai­ning bei uns in den Sport Sheds:

Eine bis zwei Kraft­trai­nings­ein­hei­ten pro Woche rei­chen für die meis­ten Boulde­rer völ­lig aus. Das e‑Flexx-Trai­ning ist dabei gene­rell als Warm-up vor dem Kraft­trai­ning gedacht. Wich­tig ist auch hier: ruhig atmen, sau­ber in die Posi­ti­on gehen, nicht mit Gewalt in die Deh­nung drü­cken. Mus­kel­län­gen­trai­ning soll dich beweg­li­cher und belast­ba­rer machen, nicht dei­nen Kör­per davon über­zeu­gen, dass du ihn hasst.

Dein Ziel in den Fit­ness Sheds ist also nicht nur mehr Kraft. Dein Ziel ist ein Kör­per, der stark genug ist, schwe­re Züge zu hal­ten, und beweg­lich genug, sie sau­ber zu lösen.

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Aus­dau­er­trai­ning: War­um auch Boulde­rer Aus­dau­er brauchen

Bould­ern ist kein Mara­thon. Trotz­dem hilft dir eine gute Grund­la­gen­aus­dau­er. Du rege­ne­rierst schnel­ler zwi­schen den Ver­su­chen, ver­kraf­test Trai­nings­wo­chen bes­ser und bleibst ins­ge­samt belastbarer.

In den Fit­ness Sheds kannst du dafür Rad­er­go­me­ter, Cross­trai­ner, Lauf­bän­der oder Ruder­ma­schi­nen nut­zen. Für Boulde­rer reicht meis­tens locke­res Aus­dau­er­trai­ning: 20 bis 40 Minu­ten in ruhi­gem Tem­po, bei dem du dich gera­de noch unter­hal­ten könntest.

Ein bis zwei kur­ze Aus­dau­er­ein­hei­ten pro Woche sind sinn­voll. Set­ze sie an leich­te Tage oder nach mode­ra­tem Trai­ning. Nach einer har­ten Fin­ger- und Zug­kraftses­si­on musst du nicht noch das Ruder­ge­rät bestra­fen, es hat dir nichts getan.

Yoga und Mobi­li­ty: Beweg­lich­keit macht schwe­re Züge leichter

Beim Bould­ern ist Beweg­lich­keit kein Well­ness-Zube­hör. Sie ent­schei­det oft dar­über, ob du einen Zug ele­gant löst oder dich mit Gewalt in eine Posi­ti­on zwingst, die dein Kör­per inner­lich bereits abge­lehnt hat. Die Yoga­kur­se in den Sport Sheds sind dabei als Alter­na­ti­ve zum Mus­kel­län­gen­trai­ning an den eFlexx-Gerä­ten in den Fit­ness Sheds gedacht.

In den Yoga­kur­sen kannst du an genau den Berei­chen arbei­ten, die Boulde­rer häu­fig limitieren:

  • Hüf­te für hohe Tritte
  • Adduk­to­ren für brei­te Stellungen
  • Bein­rück­sei­te für bes­se­re Fußpositionen
  • Sprung­ge­len­ke für prä­zi­ses Stehen
  • Brust­wir­bel­säu­le für Rotation
  • Schul­tern für Reich­wei­te und Kontrolle
  • Atmung für Ruhe unter Spannung

Wich­tig ist der Unter­schied zwi­schen pas­si­ver und akti­ver Beweg­lich­keit. Es bringt wenig, wenn du im Lie­gen beweg­lich bist, aber an der Wand kei­ne Kraft in die­ser Posi­ti­on hast. Yoga ist des­halb beson­ders wert­voll, wenn du Beweg­lich­keit mit Kon­trol­le, Atmung und Kör­per­ge­fühl verbindest.

Ein bis zwei Yoga-Ein­hei­ten pro Woche sind ide­al. Am bes­ten an leich­ten Tagen, nach mode­ra­tem Trai­ning oder als eige­ne Regenerationseinheit.

Nut­ze auch unse­re zuzah­lungs­frei­en Boulder-Yogakurse!

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Ver­let­zun­gen ver­mei­den: Trai­nie­re hart, aber smart

Bould­ern bringt hohe Belas­tungs­spit­zen mit sich. Beson­ders Fin­ger, Ell­bo­gen, Schul­tern und Hand­ge­len­ke bekom­men viel ab. Das Pro­blem ist sel­ten eine ein­zel­ne har­te Ses­si­on. Häu­fig ist es die Sum­me aus zu viel Inten­si­tät, zu wenig Pau­se, schlech­ter Tech­nik und dem Klas­si­ker: „Ach, geht schon.“

Ein paar Regeln hel­fen dir, lang­fris­tig stark zu bleiben:

Schmerz ist ein Signal.
Fin­ger­zie­hen, ste­chen­der Ell­bo­gen­schmerz oder Schul­ter­schmerz sind kei­ne Trai­nings­part­ner. Redu­zie­re die Belas­tung früh­zei­tig, bevor aus einer War­nung eine wochen­lan­ge Pau­se wird.

Kom­bi­nie­re inten­si­ve Rei­ze nicht wahl­los.
Moon­board, Cam­pus­board, schwe­res Pro­jek­tie­ren und Hang­board am sel­ben Tag sind für die meis­ten kei­ne Trai­nings­pla­nung, son­dern eine Bewer­bung beim Orthopäden.

Stei­ge­re lang­sam.
Mehr Griff­be­las­tung, mehr Inten­si­tät oder mehr Umfang immer schritt­wei­se erhö­hen. Beson­ders Fin­ger brau­chen Geduld.

Trai­nie­re Aus­gleich.
Druck­übun­gen, Schul­ter­sta­bi­li­tät, Rota­to­ren, Core und Bein­ach­se sind kei­ne lang­wei­li­gen Pflicht­übun­gen. Sie sind der Grund, war­um du auch in ein paar Jah­ren noch hart bould­ern kannst.

Pla­ne leich­te Wochen ein.
Alle vier bis sechs Wochen darf eine Ent­las­tungs­wo­che kom­men. Weni­ger Umfang, weni­ger maxi­ma­le Ver­su­che, mehr Tech­nik, Mobi­li­ty und Regeneration.

Wenn Beschwer­den nicht bes­ser wer­den, lass sie abklä­ren. Früh reagie­ren ist fast immer schlau­er als spä­ter frus­triert pausieren.

Bei­spiel-Wochen­plan für Boulderer

So könn­te eine sinn­vol­le Trai­nings­wo­che aussehen:

Mon­tag: Tech­nik­bould­ern
Mode­ra­te Bould­er, sau­be­re Füße, kon­trol­lier­te Bewe­gun­gen, Wiederholungen

Diens­tag: Func­tion­al Trai­ning oder Fit­ness an Gerä­ten
Core, Schul­ter­sta­bi­li­tät, Gegen­spie­ler, Bei­ne – 30 bis 45 Minu­ten reichen

Mitt­woch: Yoga oder Pau­se
Beweg­lich­keit, Atmung, Hüf­te, Brust­wir­bel­säu­le, locke­re Regeneration

Don­ners­tag: Pro­jek­tie­ren, Spray­wall oder Moon­board
Weni­ge schwe­re Bould­er, lan­ge Pau­sen, hohe Qua­li­tät – nicht unnö­tig lange

Frei­tag: Locke­res Car­dio oder Mobi­li­ty
20 bis 40 Minu­ten ruhig; Ziel: Erho­lung und Grundlagenausdauer

Sams­tag: Bould­er­hal­le gemischt
Spaß, Tech­nik, ein paar schwe­re­re Ver­su­che, aber nicht kom­plett eskalieren

Sonn­tag: Pau­se
Ja, Pau­se gehört auch zum Trai­ning, nur ohne Chalk.

Wenn du fort­ge­schrit­ten bist, kannst du ein bis zwei kur­ze Hang­board-Ein­hei­ten ergän­zen. Am bes­ten an einem sepa­ra­ten Tag oder vor einer kon­trol­lier­ten, kur­zen Bould­er­ein­heit. Nicht nach einer har­ten Fin­ger-Ses­si­on. Nicht bei Schmerzen.

Unse­re Emp­feh­lun­gen für dein Boulder-Training

Für das Heim­trai­ning brauchst du übri­gens kein kom­plet­tes Fit­ness­stu­dio. Mit einem Hang­board von CLE­VO, einem Satz Mini­bands, einem Super­band und einem TRX-Schlin­gen­trai­ner kannst du bereits einen Groß­teil der wich­tigs­ten Ergän­zungs­übun­gen absol­vie­ren. Ergänzt um einen Foam Rol­ler hast du außer­dem alles, was du für Mobi­li­ty und Rege­ne­ra­ti­on benötigst.

Ziel Emp­feh­lung
Fin­ger­kraft CLE­VO Hangboard*
Schul­ter & Prävention Per­form Bet­ter Mini­bands 4er-Set*
Kraft & Heimtraining Per­form Bet­ter Super­band 5er-Set*
Ganz­kör­per­trai­ning TRX Burn*
Rege­ne­ra­ti­on Eli­te Foam Roller*

Fazit: Bes­ser bould­ern heißt bes­ser trainieren

Wenn du im Bould­ern bes­ser wer­den willst, brauchst du nicht nur stär­ke­re Fin­ger. Du brauchst einen Kör­per, der Kraft sau­ber über­tra­gen kann. Schul­tern, die sta­bil blei­ben. Hüf­ten, die Bewe­gun­gen zulas­sen. Einen Rumpf, der Span­nung hält. Und genug Rege­ne­ra­ti­on, damit dein Trai­ning dich auf­baut statt zerlegt.

Die Sport Sheds bie­ten dir dafür ein star­kes Gesamt­pa­ket: Bould­er­hal­le, Cam­pus­board, Spray­wall, Kil­ter­board, Moon­board, Func­tion­al Trai­ning, Kraft- und Aus­dau­er­trai­ning sowie Yoga und ande­re Kur­se. Genau die­se Kom­bi­na­ti­on macht den Unter­schied. Du trai­nierst nicht nur ein­zel­ne Mus­keln, son­dern das gan­ze Sys­tem, das dich an der Wand bes­ser macht. In der Trai­nings­leh­re ist das als “Grund­satz der Viel­sei­tig­keit und Varia­ti­on” bekannt.

Mit den Trai­nings­mög­lich­kei­ten der Sport Sheds und den vor­ge­stell­ten Übun­gen hast du alles, was du brauchst, um lang­fris­tig stär­ker, tech­nisch sau­be­rer und gleich­zei­tig ver­let­zungs­re­sis­ten­ter zu bould­ern. Ent­schei­dend ist nicht, mög­lichst viel zu trai­nie­ren – son­dern das Richtige.

Trai­nie­re hart. Trai­nie­re smart. Und hör auf dei­nen Kör­per, bevor er anfängt, dich anzuschreien.

* Die­ser Bei­trag ent­hält Affi­lia­te-Links. Wenn du über die­se Links kaufst, erhal­ten wir ggf. eine Pro­vi­si­on. Für dich ent­ste­hen kei­ne zusätz­li­chen Kosten.

Häu­fi­ge Fra­gen zum rich­ti­gen Boulder-Training

Wie oft soll­te ich als Boulde­rer trainieren?

Für vie­le rei­chen zwei bis drei Bould­er-Ein­hei­ten pro Woche plus ein bis zwei kur­ze Ergän­zungs­ein­hei­ten für Kraft, Func­tion­al Trai­ning, Yoga oder Cardio.

Soll­te ich als Anfän­ger Hang­board trainieren?

Meist nein. Am Anfang brin­gen Tech­nik, Fuß­ar­beit, Bewe­gungs­ge­fühl und regel­mä­ßi­ges Bould­ern mehr. Fin­ger­trai­ning wird spä­ter sinnvoller.

Hilft Kraft­trai­ning wirk­lich beim Bouldern?

Ja, wenn es rich­tig dosiert ist. Ziel ist nicht maxi­ma­le Mus­kel­mas­se, son­dern bes­se­re Kraft­über­tra­gung, sta­bi­le­re Gelen­ke und weni­ger Verletzungsrisiko.

Ist Yoga für Boulde­rer sinnvoll?

Ja. Beson­ders Hüf­te, Bein­rück­sei­te, Adduk­to­ren, Sprung­ge­len­ke, Brust­wir­bel­säu­le und Schul­tern pro­fi­tie­ren. Ent­schei­dend ist, Beweg­lich­keit aktiv kon­trol­lie­ren zu können.

Was mache ich bei Schulter‑, Fin­ger- oder Ellbogenschmerzen?

Belas­tung redu­zie­ren, kei­ne Maxi­mal­ver­su­che auf klei­nen Grif­fen, kein Cam­pus­board, kein Hang­board. Wenn es nicht bes­ser wird, medi­zi­nisch oder phy­sio­the­ra­peu­tisch abklä­ren las­sen, am bes­ten gleich bei uns in der Sport Sheds Phy­sio. 😉

Quel­len­ver­zeich­nis

Über die Autorin

Sabi­na ist Geschäfts­füh­re­rin der Sport Sheds und lebt selbst vor, wofür das Stu­dio steht: einen akti­ven und gesun­den Lebens­stil. Die Argen­ti­nie­rin mit deut­schen Wur­zeln trifft man außer­halb des Stu­di­os meist in den Ber­gen – sei es auf einer Wan­de­rung im Lech­tal oder bei einem Trek­king-Aben­teu­er am ande­ren Ende der Welt.